KATHA´s CUTTING ART
Wenn man immer dieselben Wege geht und jeden Baum kennt, das Rauschen jedes einzelnen Blattes und Knarren jedes Astes. Man kennt jeden wechselnden Schatten, den die Sonne zu jeder Stunde wirft, die Blumen und Steine am Wegesrand, die man beiseite geräumt hat, und die vertraute Stille, die den Weg begleitet, dann ist es schwierig, die Richtung zu ändern und einen neuen Weg zu wagen, vielleicht sogar durch eine Brombeerhecke.
Doch heute, mehr denn je, ist Kunst gleichbedeutend mit Inhalt. Inhalt ist zugleich Provokation und Fragezeichen; die Kunst beschreitet nun neue, eigenständige Wege. Wege, die zunehmend schwerer zu begreifen geworden sind. Pipilotti Rist sagte einst: „Kunst ist alles, was sich verkauft.“
Doch die Kluft zwischen diesen beiden Begriffen ist gewaltig geworden. Seit Jahren suche ich nach einem strategischen Konzept, um die Lücke zwischen Wirtschaft und Kunst zu überbrücken. Ganz so, wie ein Ehering zwar ein handwerkliches Meisterstück ist, das begleitende Eheversprechen jedoch eine gesellschaftlich anerkannte Aussage darstellt.
Wenn der Ehering eines Goldschmieds als Kunstwerk anerkannt wird, fügt er sich nahtlos in die Marktwirtschaft ein und wird von dieser akzeptiert. Dieser Wandel, der Übergang vom handwerklichen Kontext der Kunst hin zur alltäglichen Sichtbarkeit im Handels, dient Künstlern und ihren Kunstwerken als öffentliche Plattform. Lange Zeit suchte ich nach genau diesem Bindeglied, nach jener Quelle des gegenseitigen Mehrwerts.
Die Antwort liegt darin, durch das Design von Kreditkarten Aufmerksamkeit zu erlangen.
Jeder besitzt eine; jeder möchte einen haben und so schließt sich der Kreis.
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